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Ausbildung tut Not


 
Nach der Änderung der Handwerksordnung zum 1. 1. 2004 ist die Zahntechnik neben anderen Gesundheitsberufen und den Schornsteinfegern eines der wenigen Handwerke, denen die Altgesellenregelung mit Recht verwehrt wird, denn die Qualität der zahntechnischen Produkte wirkt sich direkt auf die Gesundheit der Patienten aus! Deshalb muß jedes zahntechnische Labor einen Meister in der Handwerksrolle eintragen. Die Meisterprüfung kann jeder Zahntechnikergeselle in seiner zuständigen Handwerkskammer ablegen, die Vorbereitung auf die Prüfung bleibt jedem freigestellt.
Das erfolgreiche Absolvieren der Meisterprüfung bleibt eine Sache, der berufliche Erfolg in dieser Position wird sich anhand des erworbenen meisterlichen Wissens und Könnens zeigen.

Zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung wählen nahezu alle Gesellen Meistervorbereitungslehrgänge an den Bildungszentren der Handwerkskammern oder privater Anbieter. Da die Schulungskonzepte sehr unterschiedlich sind und die Vorbereitung für jeden Prüfling Kraft, Geld und vor allem Zeit kostet, sollte man genau prüfen, ob die angebotenen vorbereitenden Maßnahmen effektiv sind.

Neben der Vorbereitung auf die Prüfung sollte dem Meisterschüler umfangreiches praktisches und theoretisches Wissen vermittelt werden, um den Anforderungen im Beruf gewachsen zu sein. Nur ein breites Verständnis und Wissen um die Handlungsabläufe wird den zukünftigen Meister zu einem Partner von Patient und Zahnarzt machen. Der praktische Nutzen des theoretisch Erlernten zeugt von einer guten Ausbildung.

Hinzu kommt der betriebwirtschaftliche Unterricht, der ergänzend zum Teil 3 den zukünftigen Unternehmer fördert. Darüber hinaus fördert die gemeinsame Lernsituation in den Kursen die Persönlichkeitsentwicklung und schafft Beziehungen, die für die Zukunft wichtig sind.

Die Schule muß Defizite erkennen und beheben

Veränderte Zugangsvoraussetzungen wie
z. B. keine Aufnahmeprüfung, kurze Wartezeiten sowie Wegfall der Gesellenpflichtjahre als Zulassungsvoraussetzung zur Meisterprüfung veranlassen nun vermehrt jüngere Zahntechniker, sich für die Meisterausbildung zu entscheiden. Dies erfordert eine Anpassung der Ausbildung um den Nachholbedarf an Grundlagen zu kompensieren. Eine ausreichend lange Ausbildungszeit ist in diesem Fall zu empfehlen. Fehlen z. B. Erfahrungen mit großen, komplexen Arbeiten, sollte verstärkt Augenmerk auf eine umfangreiche, praktische Ausbildung gelegt werden.
Auch sollten moderne Entwicklungen in der Breite betrachtet werden. So gehören CAD/CAM, Vollkeramik, Titan, Funken-erosion und Galvano ebenfalls in die Ausbildung, auch wenn sie praktisch kein Prüfungsthema sind.
Die enge und gute Zusammenarbeit der meisten Schulen mit ihren Prüfungskommissionen bewahrt den Prüfling vor Überraschungen. Den Lehrern sind die Besonderheiten und Ansichten der Kommissionsmitglieder bekannt, sie können den Prüfling also gezielt beraten, welche Schwerpunkte in der Prüfungsarbeit zu setzen sind.

Die Wahl der richtigen Schule erhöht den Spaßfaktor der Ausbildung

Suchen Sie sich eine Schule aus, von der Sie Gutes gehört haben. Gehen Sie zum Tag der offenen Tür. Sprechen Sie mit den Lehrern, suchen Sie das Gespräch mit den Schülern in der Ausbildung. Entscheiden Sie sich für die Schule, die Ihren Bedürfnissen entspricht. Die Schulzeit, gerade im Tageskurs, wird von den meisten Schülern als Bereicherung ihres Lebens, als eine tolle Erfahrung bewertet. Oft kommt auch ein Wechsel in eine andere Stadt dazu, die aufregend Neues bietet. Wissen und Erfahrung anzuhäufen muß Ziel der Ausbildung sein! Die Prüfungen sind die Momente, in denen man anfängt zu schwitzen, um sich nachher dann gegenseitig auf die Schulter zu klopfen!
Ich wünsche allen zukünftigen Meisterschülern, daß sie die Schule mit viel Begeisterung angehen, Freude am Lernen, Ausprobieren und Diskutieren entdecken und gemeinsam Lösungen finden. Wer so viel Zeit und Geld in die Ausbildung investiert, der soll auch Spaß und Freude während dieser Zeit haben.

Autor
Burkhard Buder
Zahntechniker Meisterschule
Berlin - Brandenburg
Bildungs- und Technologiezentrum
der Handwerkskammer Berlin
Mehringdamm 14, 10961 Berlin
Tel. +49 30 25903 - 421
E-mail : zahntechnik@hwk-berlin.de
www.zahntechniker-meisterschule.de


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