Themenübersicht: Arbeitsvorbereitung, Tiefziehen, Reinigen, Lichthärten
Zum Produktvergleich: Abformdesinfektion
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Desinfektion auch für den Zahntechniker? |
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„99% der Bakterien in unserer Umwelt machen überhaupt nicht krank, im Gegenteil!“ Wir haben es doch immer schon gewußt: Zuviel Sauberkeit schadet nur! Diese Feststellung ist absolut richtig. Bis zu 10.000 Bakterien nämlich schützen jeden Quadratzentimeter unserer Haut gegen Eindringlinge von außen. Und ohne die Keime in unserem Darm zum Beispiel wäre die Verdauung auch überhaupt nicht möglich.
Und trotzdem – ein allzu sorgloser Umgang mit Bakterien kann gefährlich werden. Bereits einmal, vor vielen Jahren, sind wir den falschen Weg gegangen. Meine Kinder lernten mich und meine Frau nur mit Mundschutz kennen, im Milton Bad wurde jede Babyflasche buchstäblich porentief rein. Ich kann zwar nicht beweisen, daß die schwere Allergie, mit der sich meine Tochter jetzt herumplagt, darauf zurückzuführen ist, daß ihr Immunsystem durch ein Übermaß an Hygiene unterfordert worden war, aber eine der Grundsäulen für das Entstehen von Allergien ist nachgewiesenermaßen übertriebene Hygiene. Ja kennen die Hygienefachleute, welche die neuen Richtlinien des Robert-Koch-Institutes für die Aufbereitung von Medizinprodukten erstellt haben, solche Zusammenhänge denn nicht? Warum traktieren sie sogar die Zahntechniker als Hersteller von Medizinprodukten mit ihren Forderungen nach der Desinfektion von Abformungen und zahntechnischen Werkstücken? Kein sorgloser Umgang mit Bakterien und Co. Der ganz persönliche „Zoo“, die Bakterien, mit denen wir in Symbiose zum Schutz unserer Gesundheit leben müssen, und diejenigen, die wir unbedingt bekämpfen müssen, weil sie uns krank machen, sind zwei Paar verschiedene Schuhe. Zu sorglos sollten wir mit Bakterien und Co. nicht umgehen, denn so manche Gefahr ist uns nicht bewußt. So zum Beispiel, daß sich jedes Jahr über 60.000 Fälle so genannter Kreuzkontaminationen mit der Hepatitis B-Erkrankung ereignen, deren Ursachen wir nicht kennen. Kreuzkontamination bedeutet, die Übertragung von einem (erkrankten) Menschen auf einen bis dahin gesunden. Und eine solche Übertragung geschieht durch Hygienemängel. Für den Fachbereich der Zahntechniker bedeutet das zum Beispiel, daß Sie eine Abformung von einem erkrankten Patienten aus der Zahnarztpraxis erhalten. Diese bearbeiten Sie und können sich davon leicht selbst eine Erkrankung „einfangen“. „Gut“, werden Sie sagen, „die Zahnärzte haben doch die Pflicht zu desinfizieren!“ Aber geschieht das auch wirklich immer und in ausreichendem Maße? Tue Gutes und rede darüber Sie als Zahntechniker sollten auf Nummer sicher gehen und die bei Ihnen eintreffenden Abformungen akribisch desinfizieren, ebenso wie die ausgehenden Werkstücke, die Reparaturen oder Neuanfertigungen. Denn einerseits können Sie diese Maßnahmen berechnen, und andererseits stellt eine lückenlose Hygienekette ein wichtiges Marketinginstrument für Ihr Labor dar, nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber. Denn wären Sie Patient, würden Sie sich sicherlich auch eine eingeschweißte Brücke wünschen, die mit dem Zusatz versehen ist „für Sie hygienisch aufbereitet“. Die folgende Marktübersicht soll Ihnen die Vielfalt der Methoden und Mittel zeigen, mit denen Sie wirksam solche Desinfektionen durchführen können. Autor Dr. Hans H. Sellmann Arzt für Zahnheilkunde Medizinjournalist Langehegge 330; 45770 Marl Tel. 02365 / 41000; Fax. 02365 / 47859 e-mail:Dr.Hans.Sellmann@t-online.de Zum Produktvergleich: Abformdesinfektion |
![]() „Mit Wasser abspülen“ alleine reicht leider nicht aus. ![]() Nach nur kurzem Tauchbad „bereits ausreichend desinfiziert“ – eine saubere Abformung. |






