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Titan hat in der Zahntechnik, insbesondere in der Kronen- bzw. Brückentechnik und in der Teilprothetik seinen Platz gefunden, trotz hoher Anforderungen bei der Bearbeitung. Wer jedoch glaubt, Titan mit herkömmlichen Fräswerkzeugen rationell und sicher bearbeiten zu können, wird damit sehr schnell schlechte Erfahrungen sammeln.
Ein wahres „Feuerwerk“ (Abb. 1) wird die Bearbeitung unmöglich machen. Deshalb ist die Auswahl der dafür geeigneten Werkzeugen und deren richtige Anwendung von besonderer Bedeutung. Auch hier gilt die alte Regel: Der fachliche Dialog mit den Herstellern bringt Sicherheit und Anwendungsvorteile und bewahrt Sie vor Anwendungsfehlern und vermeidbaren Kosten.
Materialeigenschaften
Titan ist ein zähharter Werkstoff und neigt bei der Bearbeitung zu Funkenbildung. Frühere Versuche, Titanwerkstücke mit rotierenden Schleifkörpern zu bearbeiten, führten zu unbefriedigenden Ergebnissen. Grobe Körnung führte zu riefigen Oberflächenergebnissen, die mit feinkörnigen Schleifkörpern wieder zeitraubend nachgearbeitet werden mußten. Die hier vorhandenen Spanräume waren zu klein, um das Spanvolumen schnell und sicher abführen zu können. Die Folge war ein Verklumpen der abgetragenen Titanspäne in den engen Spanräumen der Werkzeuge und dies führte in relativ kurzer Zeit zum Verschmieren der Schleifkörper. Daraus resultierte eine Verschmutzung der Titanoberflächen mit schlechten Arbeitsergebnissen. Rationelles und somit wirtschaftliches Arbeiten mit qualitativ hochwertigen Arbeitsergebnissen war damit nicht zu erzielen.
Hartmetall eignet sich für die Bearbeitung von Titan am besten
Die Entwicklung von speziellen Hartmetallfräswerkzeugen für die spanabhebende Bearbeitung von Titan brachte die Lösung. Werkzeuge mit speziell auf den Werkstoff Titan abgestimmter Schneidengeometrie und -konstruktion, die den besonderen Zerspanungsbedingungen von Titan gerecht werden, schaffen die sichere Voraussetzung für rationelles Arbeiten und für gute Arbeits-ergebnisse. Zum Beispiel die grobe Titanverzahnung (GTi) der aktuellen Hartmetall-Fräsergeneration (Abb. 2) leistet hier einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der Zerspanungsprobleme im zahntechnischen Labor. Mit einer gegenüber herkömmlichen Fräsern geringeren Anzahl von Schneiden plus einer zusätzlichen Kreuzverzahnung wird ein besonders aggressives Schneidverhalten erzielt. Eine höhere Abtragsleistung bei gleichzeitig längerer Standzeit ist der herausragende Vorteil dieser Hartmetallfräswerkzeuge. Anschließend an die formgebende Bearbeitung mit der GTi-Verzahnung sollten zur Oberflächenfeinbearbeitung immer die bewährten Hartmetallfräser mit FST-Verzahnung zum Einsatz kommen. Diese Verzahnung erzeugt glatte Oberflächen zur optimalen Vorbereitung der Politur. Für die Glanz- und Hochglanzpolitur gibt es eine Auswahl an Titanpolierern, die bei einer empfohlenen Drehzahl von 6000 min-1 zum gewünschten Finish führen. Die nachfolgende Marktübersicht zu diesem Thema bietet Ihnen dazu eine reiche Auswahl an Werkzeugen für Ihren individuellen Gebrauch.
Autor Horst Mainer Friedrichshöhe 19 32760 Detmold Horst@Mainer.de
Zum Produktvergleich: Manuelle Titanbearbeitung |

Fräsversuch mit untauglichem Werkzeug.

Feinausarbeitung von Klammer-Nischen und -Übergängen mit einem Hartmetallfräser mit GTi-Verzahnung. Fotos: Gebr. Brasseler, Lemgo
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