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Drum prüfe, wer (sich) ewig bindet


 
Die Klebetechnik gewinnt gerade in der Implantatprothetik mehr und mehr an Bedeutung. Der Grund hierfür liegt in den Vorteilen des intraoralen Verklebens und dem damit erreichten Passiv Fit. Denn erst der spannungsfreie Sitz gewährleistet den Langzeiterfolg einer implantatgetragenen Restauration. Knochenabbau um die Implantate oder im schlimmsten Fall gar der Verlust der Implantate könnten die Folgen sein.
Da durch das Löten oder Lasern immer eine thermische Verformung stattfindet, ist der passive Sitz der Restauration nicht mehr gewährleistet. Hinzu kommt die Tatsache, daß nur das Verkleben in der Mundsituation alle Übertragungsungenauigkeiten, die sich bei der Abdrucknahme und der Modellherstellung eingeschlichen haben, wieder eliminiert.

Anforderungsprofil

Die wichtigste Anforderung an einen adhäsiven Kleber ist eine einfache Handhabung, die möglichst wenige Fehlerquellen in sich birgt, wie z. B. ein Doppelmischsystem und eine ausreichend lange Verarbeitungszeit. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist jedoch auch eine gewissenhafte Verarbeitung des Klebers, so sollte beispielsweise sauber und absolut trocken gearbeitet werden.

Indikationen

Die häufigste Verwendung finden die Kleber in unserem Labor für das intraorale Verbinden von Galvano-Sekundärteilen mit der Tertiärstruktur bei Galvano-Teleskoparbeiten. Zunehmend kommt die Klebetechnik auch bei implantatgetragenen Stegen zur Anwendung. Hierbei werden die Klebekappen auf der Implantatplattform mit den Metall- oder Zirkoniumdioxidstegen ebenfalls im Mund verklebt. Das verringert die Gußproblematik von primärverblockten Implantaten und sorgt für eine perfekte Passung. Ein weiteres Anwendungsgebiet für diese Fügetechnik ist auch das Verkleben von Vollkeramik, wie z. B. Imlantatabutments auf Titanplattformen. Aufgrund der zu verklebenden Materialvielfalt stellt sich die Frage, ob man einen Kleber für alle Indikationen nutzen kann oder doch lieber auf unterschiedliche Produkte (Kleber und Bonder) zurückgreifen soll. So kann z. B. nicht jeder Kleber eine sichere Verbindung von Zirkoniumdioxid und Metall gewährleisten.

Fazit: schnell und einfach zu einem reproduzierbaren Ergebnis

Die Möglichkeiten und Arbeitserleichterung durch die adhäsive Klebetechnik sind wohl unbestreitbar aus der heutigen Zahntechnik nicht mehr wegzudenken, denn diese Fügetechnik führt schnell und einfach zu absolut reproduzierbaren Ergebnissen.

Autor
ZTM Björn Roland
Dental Design Klaus Schnellbächer
Raiffeisenstr. 7
55270 Klein-Winternheim
Tel: 06136/ 9909-0
e-mail: B.ROLAND@gmx.de


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„Passive - Fit“ durch Verkleben in der Mundsituation








 

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