Outsourcen statt selbst fräsen |
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Die Entscheidung für (oder gegen) ein CAD/CAM System ist keine leichte, zumal die zahlreichen Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu den einzelnen Systemen sich unter realen Bedingungen später nicht immer als betriebswirtschaftliche Heilsbringer entpuppen. So entscheiden sich viele zunächst nur für den Kauf eines Scanners und verlagern die Produktion der Gerüste in ein Fräszentrum.
Wer wettbewerbsfähig bleiben möchte, muß in innovative Techniken und Technologien investieren und somit einerseits ästhetische, biokompatible und andererseits erschwingliche Materialien anbieten. Für viele beginnt der Einstieg in die CAD/CAM Technologie mit dem Kauf eines Scanners. Somit steht gleichzeitig die Entscheidung an, in welcher Produktionsstätte die zahntechnischen Halbfertigteile produziert werden sollen. Ist das industrielle Fräszentrum, betrieben vom Anbieter des erworbenen CAD/CAM-Systems, der richtige Partner oder ist das kleinere Fräs- und Dienstleistungszentrum vor Ort die bessere Alternative? Die Vorteile einer industriellen Fertigung liegen in den modernen Produktionsstandards und der Materialvielfalt. Die leistungsstarken, teuren, industriellen Fräsmaschinen sind denen im Labor überlegen, denn sie arbeiten mit einer höheren Präzision und liefern eine bessere Oberflächenqualität. Ein weiterer Pluspunkt besteht darin, daß die Prozesse computergesteuert überwacht werden, wie zum Beispiel der Verschleiß, die Nachjustierung und der Austausch der rotierenden Instrumente. Die Bearbeitungsgeschwindigkeiten und Vorschübe werden spezifisch ausgelegt, abhängig davon, welches Material verarbeitet werden soll. Hinzu kommt, daß eine Automation sich positiv auf die Qualitätssicherung auswirkt – Reklamationen können gezielt verarbeitet und so die Abläufe immer wieder optimiert werden. Auch können die Hersteller über ihre Fräszentren eine höhere Gewährleistungssicherheit anbieten und liefern innerhalb einer klar definierten Zeitspanne. Allerdings bietet ein industrielles Fräszentrum im Gegensatz zum Fräslabor nicht die Möglichkeit zur individuellen Abstimmung, Beratung und Betreuung. Auch werden keine weiteren Dienstleistungen wie beispielsweise das Aufpassen von Gerüsten geboten, denn kommuniziert wird mit dem industriellen Fräszentrum ausschließlich per Datensatz. Der Leistungsumfang beschränkt sich auf das Fräsen oder Aufbauen, das Modell bleibt im Labor. Während im Fräslabor in der Regel die Fräsmaschinen von erfahrenen Zahntechnikern bedient werden, die auch zahntechnisch beraten können, betreuen im Fräszentrum CNC Spezialisten den Maschinenpark. Zeitliche Verzögerungen aufgrund von Überkapazitäten sind eher ein Problem der regionalen Fräszentren, denn, ist die Maschine bereits ausgelastet, muß man warten, insbesondere, wenn das Gerät erst einmal für einen Materialwechsel gesäubert und umgerüstet werden muß. Was die Materialvielfalt betrifft, so kann zwar das anbieterbetriebene Fräszentrum mehr verarbeiten als ein Fräslabor, aber immer nur im Rahmen dessen, was das jeweilige System vorsieht und auf Grundlage der Datensätze, die der eigene Scanner liefert. Die richtige Wahl treffen Scanner und Software sind nur eine Seite der Medaille. Um den passenden CAD/CAM Partner für sich auszuwählen, ist es deshalb wichtig zu wissen, welcher Anbieter ein Fräszentrum mit welcher Leistungs- bzw. Materialvielfalt zu welchen Konditionen anbietet. Der nachfolgende Leistungsvergleich liefert Ihnen einen Überblick zu den industriellen Fräszentren (betrieben von CAD/CAM Anbietern) und deren Leistungen. Natascha Brand Zum Produktvergleich: Fräszentren Industrie |




