Ein vielfältiges Angebot für Praxis und Labor |
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Will man den manuellen Aufwand und die Herstellungskosten bei der Fertigung von festsitzendem Zahnersatz minimieren, eine gleichbleibend hohe Qualität der zahnärztlich-zahntechnischen Restaurationen gewährleisten und dabei Hochleistungskeramiken, wie beispielsweise Zirkoniumdioxid einsetzen, stellen computergestützte Herstellungsverfahren das Maß der Dinge dar. Bei der computerunterstützten Gestaltung und Herstellung von Restaurationen steht „CAD/CAM“ für „Computer Aided Design“ und „Computer Aided Manufacturing“. Entwicklungen auf diesem Gebiet ermöglichen einerseits die Be- und Verarbeitung bekannter Werkstoffe mit neuen Fertigungsverfahren und andererseits die Anwendung vollkeramischer Werkstoffe, die mit traditionellen zahntechnischen Verfahren nicht zu verarbeiten sind. Dabei erweitern besonders vollkeramische Versorgungen die Palette der möglichen Restaurationen, bezogen auf die jeweilige Indikation. Der Einsatz neuer Fertigungstechnologien erlaubt auch die Herstellung besonders kostengünstiger, edelmetallfreier Kronen- und Brückengerüste.
Seit den Anfängen der CAD/CAM-Technologien in den 80er Jahren hat sich die Zahl der angebotenen Systeme vervielfacht. Vor allem in den letzten fünf Jahren sind eine beschleunigte Entwicklung und eine Zunahme an Kooperationen zu beobachten. Neben den vielseitigen angebotenen Möglichkeiten sind es vor allem die Anforderungen im jeweiligen Labor/der Zahnarztpraxis, welche die Auswahl eines CAD/CAM-Systems oder eines Anbieters CAD/CAM-gefertigter Restaurationen beeinflussen. Somit stellt sich bei der Auswahl eines geeigneten CAD/CAM-Systems grundsätzlich die Frage nach dem Werkstoff und der Fertigungstechnologie. Dabei bestimmt die zugrunde liegende Technologie eines Systems, welche Rohstoffe oder Rohlinge verarbeitet werden können. Hierbei können subtraktive und additive Verfahren unterschieden werden. Subtraktive Verfahren bearbeiten dichtgesinterte keramische Blockmaterialien, ohne daß eine anschließende Sinterung erforderlich ist (Hartbearbeitung) oder Materialien in einem vorgesinterten kreideharten Zustand, welche eine anschließende Nachbearbeitung (z. B. Sintern) erfordern. Additive Verfahren tragen Keramik-Pulver oder -Schlicker auf – mit anschließendem Sintern – oder setzen Laserverfahren für die Verarbeitung von Metalllegierungen aufbauend ein. Neben der direkten Digitalisierung der klinischen Situation im Mund bei „Chairside“-Systemen, die der Zahnarzt direkt in der Praxis verwendet, erfolgt die Überführung des Meistermodells in die virtuelle Welt durch extraorale Digitalisierung im Labor oder im Digitalisier- oder Fräszentrum. Durch berührungslos-optische Vermessung (Laser, Weißlicht) oder mechanische Abtastung wird ein dreidimensionaler Datensatz, der mindestens die Stumpfoberfläche beschreibt, erstellt. Gegebenenfalls werden Nachbarzähne, Gingiva und/oder zusätzlich Antagonisten mit erfaßt. Danach wird die Restauration durch eine Software konstruiert und in eine für das jeweilige Fertigungsverfahren geeignete Maschinensprache übertragen. Die Konstruktion entfällt bei Verfahren, bei denen Kopierschleifen zum Einsatz kommt oder Originalstümpfe in Schlicker getaucht werden. Abschließend können die entstehenden Restaurationen nachbearbeitet und/oder verblendet werden. Materialien und Prozeßketten hinterfragen Die Entscheidung für eine bestimmte CAD/CAM-Technologie ist untrennbar mit der Wahl des Werkstoffes und der jeweiligen Indikation verbunden, da sich nicht jeder Werkstoff mit jedem Fertigungsverfahren verarbeiten läßt und nicht jeder verarbeitete Werkstoff für alle Indikationen gleichermaßen gut geeignet ist. Einzelne Arbeitsschritte können alternativ zum zahntechnischen Labor ganz oder teilweise zentral industriell oder in sogenannten Scan- oder Fertigungszentren erfolgen. Unabhängig von bestimmten Komplett-Systemen werden auch Einzelkomponenten einer CAD/CAM-Prozeßkette vom Scanner über die Konstruktions-Software bis hin zur Fertigungseinheit angeboten. Jedoch kann eine fehlende Abstimmung solcher Einzelkomponenten unter Umständen zu Problemen an Schnittstellen und mit der Qualität der Restauration führen. Daher sollten Einzelkomponenten vor ihrer Anschaffung hinsichtlich ihrer Eignung für das jeweilige Labor und die Möglichkeit der Einbindung in eine geschlossene, vollständige Prozeßkette hinterfragt werden. Autor Sebastian Quaas, Dr. Heike Rudolph PD Dr. Ralph Luthardt; Dresden Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus an der TU Dresden Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik Fetscherstraße 74, 01307 Dresden Tel.: +49 (0)351/4 58 66 08 www.computerzaehne.de Zum Produktvergleich: CAD/CAM-Systeme |




