Individuelles Farbempfinden kann man nicht messen, es liefert somit auch keine verläßlichen Daten. Zahlreiche Faktoren spielen in unsere subjektive Farbwahrnehmung hinein, wie sie die Situation der Zahnfarbenbestimmung beim Patienten darstellt. Manche Faktoren kann man umgehen, indem man z.B. die Zahnfarben unter Tageslichtbedingungen aussucht, andere lassen sich nur schwer ausschalten, wie die individuelle Farbsichtigkeit bzw. -wahrnehmung.
Was uns beeinflußt
Entscheidend ist u.a. die Lichtquelle, ob man die Zahnfarbe bei Tageslicht oder unter Kunstlicht aussucht. Bei ersterem ist auch die Jahres- bzw. Tageszeit entscheidend, so findet man im Morgen-, Mittags- und im Abendlicht eine unterschiedliche Spektralverteilung des Lichtes vor, welche das objektive Farbensehen beeinträchtigt. Auch das orale, faziale und räumliche Umfeld spielen eine Rolle. Wie steht der Zahn im Zahnbogen? Hat die Patientin beispielsweise einen roten Lippenstift aufgelegt, oder ist der Raum in einer kräftigen Farbe gestrichen, beeinträchtigt das ebenfalls die Farbwahrnehmung. Auch sollte man das Objekt nur kurze Zeit fokussieren, da sich das Auge schnell anpaßt und sich dadurch die Farbempfindlichkeit vermindert.
Hilfreiches Mittel zur Farbkommunikation
Aufgrund der zahlreichen Störfaktoren, die eine objektive Farbbestimmung durch das menschliche Auge erschweren, ist es sinnvoll, die eigene subjektive Farbanalyse durch ein digitales Farbmeßgerät zu ergänzen.
Zwar kann so ein „drittes digitales Auge“ das geschulte Auge des Zahntechnikers nicht ersetzen und schon gar nicht sein zahntechnisches Know-how und seine Erfahrung, doch liefert ein solches Gerät, richtig angewandt, objektive Meßdaten, die menschliche Fehl-analysen und -interpretationen ausschließen.
Darüber hinaus erleichtert ein Farbmeßgerät einerseits die Kommunikation zwischen Praxis und Labor - beliebte Klassiker wie „A3 etwas heller“ gehören dann der Vergangenheit an. Andererseits nutzt es auch der internen Laborkommunikation und liefert Standards, denn mit einer objektiven Farbanalyse kann die Herstellung der Verblendung jedem beliebigen Zahntechniker im Labor übertragen werden, unabhängig davon, ob er die Farbauswahl selbst durchgeführt hat.
Meist können die Daten bereits im Zuge der Herstellung mit der Restauration abgeglichen werden und so zu mehr Prozeß- und Ergebnissicherheit im Labor beitragen.
Eine höhere „Trefferquote“ wiederum sorgt für mehr Kunden- und Patientenzufriedenheit und senkt die Wiederholungsrate - für den ein oder anderen sicher Gründe genug, um eine Investition in ein Farbmeßgerät nachzudenken.
Der nachfolgende Leistungsvergleich soll Ihnen eine Hilfestellung in grundlegenden Fragen bei der Anschaffung eines solchen Farbcomputers sein und liefert hierzu wertvolle Vergleichsdaten sowie wichtige Kriterien, die man beim Kauf beachten sollte.
Ergänzung zum nachfolgenden Leistungsvergleich (Tabelle):
Zu SHADEPILOT/SPECTROSHADE MICRO:
Hersteller: MHT S.p.A., Via Milano 12,
I- 37020 Arbizzano di Negrar
Verkauf: DeguDent GmbH, Rodenbacher Chaussee 4;
63457 Hanau, bzw. lokale DeguDent Vetretung (Exklusives Vertriebsrecht in Deutschland und Österreich)
Metalordental AG, Bittertenstrasse 15, CH-4702 Oensingen
bzw. lokale Metalor Vetretung
MHT S.p.A., Via Milano 12, I-37020 Arbizzano di Negrar
Natascha Brand