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Deutsche Zahnarztpatienten wissen heute genau, was sie wollen: hochwertigen, stabilen und vor allem ästhetischen Zahnersatz - und das möglichst günstig. Bei der herausnehmbaren und kombinierten Prothetik ist daher u. a. die Kompositverblendtechnik immer noch die erste Wahl. Aus Kostengründen zieht man sogar bei Langzeitprovisorien die Kompositverblendung auf Metallgerüsten der Keramikvariante vor. Wenn man dann noch berücksichtigt, daß die Tragezeit oft länger ist als ursprünglich geplant, stellt sich die Frage, ob Verblendsysteme der heutigen Generation in punkto Funktionalität, Ästhetik und Lebensdauer diesen hohen Ansprüchen überhaupt noch gerecht werden können.
Ja sie können! Denn die Zeiten, als sich der Techniker bei kompositverblendetem Zahnersatz noch über Spaltbildung, Verblendablösungen, Verfärbungen oder unkontrollierten Abrieb ärgern mußte, gehören definitiv der Vergangenheit an. Die Dentalindustrie hat in den vergangenen Jahren viel in die Forschung und Entwicklung hochwertiger Kompositverblendmaterialien investiert. Und heute stehen den Laboren kompliziert aufgebaute Systeme mit ausgefeilter Verbundtechnik zur Verfügung, die in vielen Indikationsbereichen den heutigen Ansprüchen sehr wohl gerecht werden können. Zum Beispiel ist die Wiederherstellung der natürlichen Ästhetik eines Zahnes eine der wichtigsten Aufgaben in der Zahntechnik. Das größte Problem stellt dabei die Lichtdynamik dar – die Anpassung des Zahnes an unterschiedliche Lichtverhältnisse. Diese Wirkung war mit den bisherigen Werkstoffen nicht möglich. Heute läßt sich mit einzelnen Materialien eine dynamische Interaktion von Fluoreszenz, Opaleszenz und Transparenz erzeugen, die den Zahn richtig lebendig wirken läßt. Mit neuen Schichtkonzepten (z. B. Matrix) kann man sogar Prismen-Effekte erzielen, die normalerweise nur bei natürlichen Zähnen auftreten.
Übergreifende Konzepte erleichtern das Arbeiten
Die neuen Komposite der einzelnen Anbieter sind in die jeweiligen Farb- und Schichtstaffelungen der Keramiksysteme integriert. Das ermöglicht eine farbgenaue Angleichung, sowohl an den natürlichen Restzahnbestand, wie auch an keramisch verblendete Nachbar- oder an Prothesenzähne. Der Vorteil für den Techniker: Er muß sich schichttechnisch nicht umstellen. Auch die verarbeitungstechnischen Eigenschaften haben sich denen der Keramikwerkstoffe weitgehend angeglichen. Die neuen lichthärtenden Kompositwerkstoffe bieten die vielfältigsten Einsatzmöglichkeiten. In der Regel lassen sich alle metallischen Materialien damit verblenden. Auch metallfreie, faserverstärkte Konstruktionen oder reine Kompositrestaurationen, wie z.B. In- und Onlays, Kronen und Langzeitprovisorien sind möglich. Selbst die Verblendung neuer dentaler Werkstoffe, wie Zirkonoxid, stellt für einige Systeme keine Kontraindikation mehr dar.
Die richtige Wahl treffen
Für welches Kompositverblendsystem soll man sich nun entscheiden? Wichtige Kriterien bei der Auswahl des richtigen Materials sind in erster Linie Wirtschaftlichkeit, Effektivität und das Arbeitsergebnis. Daneben sollte man nach einigen objektiven werkstoffkundlichen Parametern auswählen, die sich an den im Labor schon vorhandenen Systemkomponenten oder an der Kompatibilität des Kompositverblendsystems orientieren.
Autor ZTM Ekkehard Jagdmann Dental Labor Volker Drescher Kieler Str. 48 24768 Rendsburg
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Wichtige Kriterien bei der Auswahl des richtigen Materials sind in erster Linie Wirtschaftlichkeit, Effektivität und das Arbeits-ergebnis.

Die verarbeitungstechnischen Eigenschaften von Kunststoffverblendmaterialien haben sich denen der Keramikwerkstoffe weitgehend angeglichen.
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