Adhäsivsysteme |
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Seit es möglich wurde, eine Haftung auch am Dentin zu etablieren, hat die Adhäsivtechnik einen enormen Fortschritt gemacht. Ganz neue Möglichkeiten tun sich auf, wenn diese Technik konsequent umgesetzt werden kann. Damit kommen wir dem Ziel wesentlich näher, mit substanzschonenden Präparationen randdichte Füllungen bei gleichzeitigem Schutz der Pulpa vor eindringenden Mikroorganismen legen zu können. So sind Adhäsivsysteme zur bruchstabilen Verankerung von Keramikrestaurationen und beim Einsatz von zahnfarbenen plastischen Füllungsmaterialien im Front- und Seitenzahnbereich eine wichtige Voraussetzung für den dauerhaften Erfolg restaurativer Therapien.
Das Angebot an Adhäsivsystemen1 ist umfassend und verwirrend. Im folgenden soll eine Übersicht über die verschiedenen Gruppen von Produkten gegeben werden, die anschließend einzeln dargestellt werden.
m die Schmierschicht zu beseitigen oder zu durchdringen, können zwei verschiedene Strategien angewendet werden: die Applikation von Säuren oder von sauren Monomerlösungen. Zur vollständigen Entfernung der Schmierschicht kann, ebenso wie bei der Schmelzätzung, Phosphorsäure eingesetzt werden, die allerdings nur maximal 20 s einwirken sollte. Durch die Säurewirkung kommt es neben der Auflösung der Schmierschicht zu einer Demineralisation der Dentinoberfläche sowie der Tubuluseingänge mit Freilegung des Kollagennetzwerkes. In dieses Kollagenfasergeflecht kann ein hydrophiler Primer eindringen und die Benetzbarkeit des Dentins erhöhen. Die in das Kollagennetzwerk diffundierten kurzkettigen Primer werden durch die Applikation des Adhäsivs, das aus eher langkettigen Monomeren besteht, zu einer Hybridschicht stabilisiert: Adhäsiv und Primer vermischen sich und dienen als Bindeglied zum anschließend applizierten Komposit. Das freigelegte Kollegennetzwerk reagiert empfindlich auf Austrocknung, wodurch das Eindringen der Primerlösung bis in die tiefsten demineralisierten Dentinbereiche eingeschränkt sein kann. Daher wird eine zweite Strategie zur Schmierschicht-Behandlung angewendet, bei der saure Monomerlösungen aufgetragen werden. Sie lösen die Schmierschicht an, dringen dadurch bis zum kompakten Dentin vor und bewirken dort ebenfalls eine Demineralisation. Da allerdings Säure und Monomer zusammen in einer Primer-Lösung wirken, dringen die Primer genau so tief ein, wie das Kollagennetzwerk freigelegt wurde. Durch das Herauslösen des Hydroxylapatits, durch das Verdunsten des Lösungsmittels (es handelt sich dabei zumindest zu einem Teil um Wasser, damit die sauren Monomere überhaupt eine Säurewirkung erzielen können) und durch die Aushärtung des Adhäsivsystems wird die Säurewirkung beendet.
Diese vier Arbeitsschritte werden von den verschiedenen angebotenen Adhäsivsystemen unterschiedlich miteinander kombiniert. Autor: Der Artikel wurde gekürzt. Der vollständige Artkel sowie das Literaturverzeichnis sind beim Verlag erhältlich Zum Produktvergleich: Adhäsive |



