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Systemgestützte Prophylaxe-Konzepte


 
Prophylaxe ist in aller Munde! Die Zuwachsraten sind beeindruckend und allerorten werden die Erfolge gefeiert. Traut man den diversen Umfragen von Emnid, proDente oder auch vom IDZ, so gibt es wohl kaum Zahnarztpraxen, die nicht Prophylaxe in Ihr Leistungsangebot aufgenommen haben. Sehr erfreulich ist auch, daß das Thema „Zähne“ aus der Schmuddelecke heraus getreten ist und immer zahlreicher gar die Titelseiten von Lifestyle Magazinen schmückt. Schöne Zähne sind eben „in“. Bei der Frage „Was einen Menschen attraktiv macht“ liegen Zähne noch vor Händen und Haaren auf Position 1 (Umfrage Emnid im Auftrag von Colgate).

Auch Prophylaxe-Fortbildungskurse erfreuen sich steigender Beliebtheit. Allerdings zeigt uns die Erfahrung, daß „Wirklichkeit“ und „Selbsteinschätzung“ oft zweierlei Dinge sind. Der nicht repräsentative aber um so ehrlichere Eindruck, den z. B. die Trainer-innen der praxisDienste-Prophylaxekurse bei 4.000 bis 5.000 Kursteilnehmern pro Jahr gewinnen, ist eher nüchtern. Hier findet man die gesamte Bandbreite dessen, was gegenüber den ahnungslosen Patienten als professionelle Prophylaxe bezeichnet wird: von „Körperverletzung“ bis „Absolut Top“. Es kommt in den Kursen auch schon mal vor, daß sich der Azubi in maßloser Selbstüberschätzung bereits als Dentalhygienikerin bezeichnet, aber noch nicht einmal den Unterschied zwischen Scaler und Kürette kennt – die Qualität der Prophylaxe wird dann auch entsprechend sein!

Auch die im internationalen Vergleich erschreckend niedrige Parodontitis-Therapierate in Deutschland, ergibt einen nach wie vor enttäuschenden Gesamtblick bzgl. strukturierter Prophylaxe. De facto setzen heute kaum 10 % der Praxen Prophylaxe wirklich konsequent als Privatleistung um.

Das Scientific Board der Stiftung zur Förderung der Gesundheit (IHCF) hat schon in den frühen 90er Jahren „die Performance der Gesunderhaltung als Gradmesser der Qualität zahnärztlicher „Leistung“ definiert. Aus dieser Überlegung heraus ist auf Initiative von Hans Sandberg (Schweden) das auch in einigen Pilotpraxen in Deutschland getestete DentiGroup Programm entstanden. Eine Software, mit der Prophylaxe nach Risikoeinstufung organisierbar wurde. Die Arbeitsgruppe um Professor Lang (Bern) und Professor Bratthall (Malmö), beides Mitglieder des Scientific Boards der IHCF, haben für die Parodontologie bzw. Kariologie mit der „Parodontalen Risikobeurteilung“ und dem „Cariogram“ die Weichen hinsichtlich eines wissenschaftlich gesicherten Risk-Assessment gestellt. Diese Ansätze sind in die Empfehlungen des gesamten Scientific Boards der IHCF eingeflossen, als das „Oral Health Management“ Konzept definiert wurde, aus dem dann die OHMananger™ Software entwickelt wurde. Inzwischen gibt es auf die Initiative einzelner Zahnärzte einige alternative Konzepte, bei denen jedoch die breite wissenschaftliche Basis noch aussteht. Erfreulich ist jedoch, daß die Idee systemgestützter Prophylaxe auf zunehmende Akzeptanz bei den niedergelassenen Kollegen trifft.

Planen Sie die Anschaffung eines solchen Systems?


Dann sollten Sie vor allem auf die Philosophie des Systems achten und auch darauf, ob eine wissenschaftliche Evidenz vorzuweisen ist. OHManagement™ erfüllt dies derzeit am ehesten, weshalb die Software auch bereits in der studentischen Ausbildung an einzelnen Hochschulen eingesetzt wird.

Als erste Krankenversicherung erkennt die DKV die aktive Nutzung der Software bereits an. So können alle goDentis Partner den Praxen, welche die OHManagement™ Software als Teil eines obligaten Qualitätsmanagements einsetzen, doppelt so hohe Erstattungsleistungen für die Prophylaxe als an andere Zahnarztpraxen (Begünstigungsklausel) leisten. Das Franchise-System goDentis ist inzwischen in über 150 Praxen etabliert und erfolgreich am Markt.
Achten Sie bei der Auswahl auch darauf, ob es systembegleitende Schulungen gibt! Denn ohne Schulung wird auch das beste System verpuffen und sich der Azubi weiterhin als Dentalhygienikerin „verkaufen“.

Autor:
Dr. Werner Birglechner


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