Lupenbrillen in der Zahnmedizin |
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„You can only treat, what you can see, and you can only see, what you know.“ In diesem Zitat von S. Kim, dem Pionier der Dentalmikroskopie aus Pennsylvania, steckt Weisheit. Denn dieses Zitat führt aus, was man als „zahnärztlichen Intellekt“ bezeichnen möchte.
Untersucht man den Begriff „Intellekt", so ergeben sich zwei Hauptbedeutungen. Zum einen wird der verstandesmäßige Umgang mit Informationen umschrieben: Sinneswahrnehmungen werden gefiltert, verarbeitet, bewertet, geordnet, verglichen und gespeichert. Eine Konsequenz dieses Prozesses ist sinngemäßes Handeln. Dieser Prozeß läuft im Wachzustand mehr oder weniger kontinuierlich ab und bestimmt nicht unwesentlich unsere Arbeit am Patienten. Die zweite Bedeutung des Wortes „Intellekt" leitet sich aus seinem ethymologischen Ursprung ab. „Intellegere" (lat.) heißt erkennen und zielt somit auch auf die visuelle Sinneswahrnehmung ab.
Korrekte Diagnose, korrekte Therapie Auch in der visuellen Kariesdiagnostik zeichnet sich der Einsatz von Vergrößerungshilfen durch eine signifikante Erhöhung der Sensitivität aus (man entdeckt mehr Karies). Auch bei der visuellen Verifizierung eines cracked tooth syndrome (Infraktion im Dentin) leistet eine geeignete Vergrößerungshilfe gute Dienste. Womit wir wieder beim Anfang wären: Eine korrekte Diagnose (der griechische Wortstamm gnwsh bedeutet „Erkenntnis") setzt Erkennen und Wissen voraus. Eine korrekte Therapie (qerapeia bedeutet „Dienst"!) basiert auf einer korrekten Diagnose. Ein vergrößertes Sichtfeld ermöglicht also genaueres Arbeiten. Das hat zur Folge, dass bei invasiven Eingriffen potentiell weniger Schaden entsteht. Aus dieser Überlegung heraus gibt es kaum Argumente, weshalb wir unseren Patienten den Gebrauch einer geeigneten Vergrößerung bei invasiven Eingriffen vorenthalten sollten. Die Kehrseite der Medaille: Die Gewöhnung an eine Lupenbrille kann mit der Zeit zu einer „Verwöhnung" führen; man kann ohne Lupenbrille „nichts mehr sehen". Empirisch gesehen scheint darüber hinaus der Gewöhnungseffekt mit der Zeit dazu zu führen, dass man tendenziell immer stärkere Vergrößerungen wünscht. WYSIWYG (what you see is what you get) - dies gilt auch in der Zahnmedizin! Zum Produktvergleich: Lupenbrillen |
![]() ![]() Praxiseinsatz einer Lupenbrille mit LED-Beleuchtung. |






